Die Zuversicht ist wieder da

24. Oktober 2017 verfasst von nachrichten.at

LINZ. Der Anteil der Optimisten übertrifft jenen der Pessimisten Die Konsumlaune ist so gut wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Die Stimmung in der österreichischen Bevölkerung hat sich im dritten Quartal weiter verbessert, nachdem das zweite Quartal eine markante Trendwende gebracht hatte. "Eklatant und ausgesprochen positiv" sei die Entwicklung des Wirtschaftsoptimismus, sagt Peter Bruckmüller, Chef des Linzer Marktforschungsinstituts Spectra, das das Wirtschaftsbarometer für die OÖNachrichten und die Bundesländer-Tageszeitungen erstellt. 3000 Personen wurden von Juli bis September zu Themen wie Konjunktur, Sparneigung und Arbeitsmarkt befragt.

Erstmals seit dem zweiten Quartal 2011 übertrifft der Anteil der Optimisten jenen der Pessimisten. 26 Prozent der Befragten glauben, dass es mit der Wirtschaft bergauf gehen wird, 20 Prozent denken das Gegenteil. Die Stimmung sei auf einem Top-Niveau angekommen, sagt Bruckmüller. 64 Prozent blicken den nächsten zwölf Monaten mit Zuversicht entgegen. Anfang 2016 lag dieser Wert bei 42 Prozent. Auch die Konsumlaune verbessert sich. 28 Prozent sind bereit, gleich viel oder mehr Geld auszugeben. 40 Prozent wollen sparsamer sein. Diese Werte sind so hoch bzw. so niedrig wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Der Aufschwung, der nun auch medial präsent sei, sei in den Köpfen der Bürger angekommen, sagt Bruckmüller. Nach mehreren Jahren, in denen sich die Stimmung wegen fehlender positiver wirtschaftlicher Kennzahlen nicht verbessert habe, gebe es jetzt eine sehr gute Entwicklung.

Für die Politik sei nun eine Zeit, in der sie Reformen umsetzen und auch unpopuläre Schritte setzen könnte, sowohl wegen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als auch wegen der Stimmung in der Bevölkerung, sagt Bruckmüller: "Wie auch immer die neue Bundesregierung aussehen wird, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit könnten unter dem Blickwinkel der Wirtschaftsindikatoren nicht besser sein."
Spannend wird, wie sich das Ergebnis der Nationalratswahl und die Regierungsbildung auf das nächste Spectra-Wirtschaftsbarometer auswirken werden.

Quelle: www.nachrichten.at

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